Auslandssemester in Kapstadt

Für viele Studenten ist der Semesterauslandsaufenthalt die aufregendste Zeit während des Studiums. Studenten können aus einer Vielzahl von Universitäten in der Welt auswählen, abhängig von den eigenen Interessen, den verfügbaren Partneruniversitäten der eigenen Hochschule und dem finanziellen Spielräumen.

Südafrika – Die Nr. 1 für ein Auslandsstudium in Afrika

Während der Apartheid gab es in Südafrika verschiedene Universitäten – für verschiedene Rassen. Heute kann zum Glück jeder – ob schwarz, weiß oder farbig – an jeder Universität im Land studieren, entsprechende Noten im Matric (südafrikanisches Abitur) vorausgesetzt. Die Anzahl schwarzer Studenten ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Und auch bei Ausländern erfreuen sich südafrikanische Universitäten und Technische Hochschulen immer größerer Beliebtheit. Etwa 35.000 ausländische Studenten entscheiden sich jedes Jahr für ein studentischen Aufenthalt an einer der verschiedenen südafrikanischen Universitäten, der größte Zuspruch für ein afrikanisches Land. Südafrika hat zweifellos das höchste akademische Niveau in ganz Afrika. Neben diesem Argument sprechen natürlich die touristischen Möglichkeiten des Landes Südafrika sowohl die Verkehrssprache Englisch für sich.

Besonders Kapstadt eignet sich aufgrund seines internationalen und multikulturellen Flairs, der überwiegend englischen Sprache und der atemberaubenden Landschaft für ein Auslandssemester und beherbergt zudem die älteste und beste Universität des Landes, die in malerischer Umgebung direkt am Fuße des Tafelbergs liegt.

Für all jene, die sich für ein Auslandsstudium in Südafrika interessieren, haben wir den folgenden Guide zusammengestellt.

Studium KapstadtUniversity of Cape Town (Bild: Ian Barbour – CC BY-SA 2.0)

Inhaltsverzeichnis des Ratgebers: Studieren in Kapstadt

Warum in Südafrika studieren?

Südafrika ist ein Land der Gegensätze. Die Schere zwischen Armut und Reichtum ist weit geöffnet, die Folgen der Apartheid sind noch heute zu spüren. Auch wenn die noch junge Demokratie seit dem Ende der Apartheid im Jahre 1994 schon einen großen Schritt nach vorne gemacht hat, kämpft das Land am Kap mehr denn je mit Problemen wie Armut, Arbeitslosigkeit, AIDS und Kriminalität.

Dennoch lassen sich zigtausende von Touristen, Praktikanten und Studenten von diesen negativen Aspekten nicht abschrecken und sind längst schon vom Afrika-Virus befallen. Viele meiner internationalen Mitpraktikanten und -studenten aus Kapstadt sprechen noch heute von der besten und intensivsten Zeit ihres Lebens. Einigen hat es so gut gefallen, dass sie – wie ich übrigens auch – in die Mutterstadt ausgewandert sind. Man sollte dem Land eine Chance geben, dann wird es einem jede Menge tolle Erlebnisse und Erfahrungen zurückgeben, die einem keiner wegnehmen kann. Kaum ein anderes Land weiß mit solcher landschaftlichen Schönheit zu überzeugen wie Südafrika. Die Ozeane, Traumstrände, die Berge, Nationalparks und wilde Tiere, die man sonst nur aus dem Zoo kennt. Das gute Essen, das Klima, der Lifestyle, die vielen Freizeitmöglichkeiten und die freundlichen Menschen, die trotz aller Schwierigkeiten immer ein Lächeln auf dem Gesicht haben. Das sind nur einige der 1000 Gründe, warum ich Südafrika liebe und nur jedem empfehlen kann, den Schritt eines Auslandsstudiums zu wagen.

Dabei sind das natürlich nur nette Nebenaspekte. Wer zum Studieren nach Südafrika bzw. Kapstadt kommt, der möchte sich persönlich weiterentwickeln, seine Fremdsprachenkenntnisse verbessern, neue Dinge lernen und etwas für sein Studium und späteres Arbeitsleben mitnehmen. Dass Auslandserfahrung sich gut im Lebenslauf macht und heute von vielen internationalen Firmen vorausgesetzt wird, ist unbestritten. Mit Kapstadt als Fernziel beweist man zudem ein gewisses Maß an Eigeninitiative, Engagement, Flexibilität, Weltoffenheit, Risikobereitschaft und den Willen, sich fremden Kulturen und Menschen mit anderen Werten und Normen anzupassen. Zudem wird die Problemlösungsfähigeit in schwierigen und unvorhergesehen Situationen und das Durchsetzungsvermögen geschult, wenn man aus seiner gewohnten und sicheren Umgebung ausbricht. All das sind Soft Skills, die in jeder Arbeitsumgebung unerlässlich sind.

Auch die Hard Skills profitieren von einem Studium in Kapstadt. Neben der Verbesserung der englischen Sprache wissen die Universitäten in Kapstadt und Stellenbosch durch ihren guten Ruf nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent zu überzeugen. Im World University Ranking 2013-2014 der Times Higher Education ranken die University of Cape Town und Stellenbosch University auf Platz 1 und 3 der besten Universitäten in Afrika. Vor allem die guten Forschungsmöglichkeiten beider Unis im postgraduierten Bereich werden immer wieder herausgestellt.

Die Hochschullandschaft in Südafrika

In Südafrika gibt es grundsätzlich drei Hochschultypen, darunter die Universitäten, die Technikons und die Colleges. Während die Universitäten sich von denen in Deutschland und Europa nicht wesentlich unterscheiden, wird an den Technikons das theoretische Studium – ähnlich wie an den deutschen Berufsakademien – durch Praxisphasen ergänzt, in denen das Gelernte in Betrieben angewendet wird.

Die Unterrichtssprachen sind Englisch und Afrikaans. Letzteres gilt als Sprache der Weißen und war während der Apartheid (Rassentrennung in Südafrika) die offizielle Unterrichtssprache an den meisten „Weißen-Unis“. Auch wenn sich englisch als einheitliche Unterrichtssprache langsam an allen Hochschulen durchsetzt, gibt es immer noch einige höhere Bildungseinrichtungen der Post-Apartheids-Ära, in denen hauptsächlich auf Afrikaans gelehrt wird, eine Sprache, die vor allem von der schwarzen Bevölkerung nicht beherrscht wird. Allen Studenten ist es jedoch grundsätzlich erlaubt, die Klausuren und Hausarbeiten in Englisch zu verfassen.

In Südafrika ist das Studium wie im angloamerikanischen und mittlerweile auch im europäischen Raum in zwei Studienabschnitte unterteilt. Die eher allgemein gehaltene Undergraduate-Studienphase entspricht dem Bachelor und wird mit einem eigenen berufsqualifizierendem akademischen Titel abgeschlossen. Je nach Fachrichtung kann die Studiendauer für einen Bachelor-Abschluss zwischen drei und sechs Jahren (z.B. Architektur, Ingenieurwissenschaften, Medizin) variieren.

Wer nicht gleich ins Arbeitsleben einsteigen und noch eine Zusatzqualifikation drauf legen möchte, der kann sein Wissen im Postgraduate-Studium vertiefen und spezialisieren. Dieses gliedert sich im Gegensatz zu Deutschland in zwei Studienabschnitte, die jeweils mit eigenständigem akademischen Titel beendet werden: Dem Honour’s Degree und dem Masters Degree. Letzteres wird nach der erfolgreichen Absolvierung von ein bis zwei vertiefenden bzw. erweiternden Studienjahren verliehen, während der akademische Grad des Honours in der Regel ein Jahr in Anspruch nimmt. Mit dem Erwerb des Master-Titels steht einem der Weg zur Promotion offen, die noch einmal mindestens zwei weitere Jahre in Anspruch nimmt und durch eine selbständige wissenschaftliche Forschungsarbeit gekennzeichnet ist, deren Ergebnisse in einer Dissertation vorgestellt werden müssen.

An den Technikons wird das Hauptaugenmerk auf eine praktische und berufsorientierte Ausbildung gelegt, ähnlich dem BA-Studium in Deutschland. An diesen technischen Hochschulen werden die Studenten in ausführlichen Praxisphasen vor allem auf Berufe aus dem Industrie- und Wirtschafts-Sektor vorbereitet ohne auf einen akademischen Abschluss verzichten zu müssen. Das Studium an einem Technikon endet in der Regel nach drei Jahren mit dem Erwerb des „National Diploma“ (ND). Mit dem Diploma in der Tasche können Studenten sich für den Bachelor of Technology (BTech) einschreiben, der nach einem weiteren Studienjahr verliehen wird. Auch der Masters oder Doctorial Degree kann an den meisten Technikons erworben werden. Diese höheren Studiengänge mit Forschungsschwerpunkt führen im Regelfall nach fünf bzw. sieben Jahren zum Erwerb des entsprechenden Abschlusses und sind gleichwertig mit den universitären Graden.

Neben den Universitäten und Technikons gibt es in Südafrika auch noch Colleges, in denen die Studenten in speziellen Berufen wie etwa im medizinischen Bereich (z.B. Krankenpfegedienst), im Finanzbereich (z.B. Buchhaltung), im Dienstleistungsgewerbe (z.B. Tourismus), im kreativen Bereich (z.B. Journalismus), im künstlerischen Bereich (z.B. Musik) und im technischen Bereich (z.B. IT) ausgebildet werden. Wie auch am Technikon wird das College mit einem Diploma abgeschlossen. Anders als bei den technischen Hochschulen und Universitäten ist der Erwerb von akademischen Graden an Colleges jedoch nicht vorhergesehen.

Zugangsvoraussetzung für deutsche Studenten

Es gibt keine einheitliche gegenseitige Anerkennung von Schul- und Studienleistungen zwischen Deutschland und Südafrika. Grundvoraussetzung für eine Bewerbung bei einer Universität ist eine Äquivalenzbescheingung des vorhandenen hochschulqualifizierenden Schulabschlusses (mindestens Klasse 12) bzw. die bisher erhaltenen Scheine durch die South African Qualifications Authority (SAQA).

Bereits erbrachte Studienleistungen und -zeugnisse müssen von einem beeidigten Übersetzer ins Englische übersetzt und offiziell beglaubigt werden, bevor sie bei der SAQA eingereicht und bewertet werden können. Will man sich um ein Vollstudium in Südafrika bewerben und hat in Deutschland noch keine Hochschule besucht, reicht auch die Einreichung der Schulabschlusszeugnisses. Die SAQA beurteilt, welche im Ausland erbrachten Leistungen und Qualifikationen anerkannt werden können und stellt daraufhin ein Äquivalenzbescheinigung aus, mit der man sich bei einer südafrikanischen Universität bewerben kann. Dieses Zertifikat reicht man zusammen mit den zugrundeliegenden übersetzten und beglaubigten Zeugnissen, einem offiziellen Anschreiben, unter Umständen ein TOEFL oder IELTS Englischtest und möglichst auch Empfehlungsschreiben bei seiner Wunsch-Universität ein. War die Bewerbung erfolgreich, erhält man von der Universität das Einladungsschreiben („Letter of personal admission„), das man für den Antrag des „Study Visa“ bei der südafrikanischen Botschaft benötigt.

Wer in Südafrika ein spezialisiertes Honours- oder Masterstudium absolvieren möchte, muss den akademischen Grad des Bachelors vorweisen können.

Anerkennung der Studienleistungen in Deutschland:

Die Anerkennung der erlangten Scheine im Ausland erfolgt prinzipiell auf die gleiche Art in Deutschland. Es wird an der Heimathochschule geprüft, ob die Prüfungen den hiesigen Bedingungen und Anforderungen entsprechen und dann entsprechend angerechnet. Vor einem Studienantritt in Südafrika sollte man in jedem Fall mit dem zuständigen Prüfungsamt über die Möglichkeiten der Anerkennung der südafrkanischen Studienleistungen sprechen.

Studentenvisum für ein Auslandsstudium in Südafrika

Viel nervenaufreibender als die Bewerbung an der südafrikanischen Uni ist jedoch die Beantragung einer offiziellen Studienerlaubnis bei der südafrikanischen Botschaft. Denn leider ist der Studienaufenthalt in Südafrika mit recht hohen bürokratischen Hürden verbunden. Internationale Studenten benötigen für ihr Studium in Südafrika ein entsprechendes Visum. Eine Immatrikulation an einer südafrikanischen Universität ist erst möglich, wenn das „Study Visa“ (früher: Study Permit) ausgestellt wurde.

Besitzer eines solchen Study Visas dürfen übrigens einer Nebentätigkeit von bis zu 20 Stunden pro Woche nachgehen, ohne sich für eine zusätzliche Arbeitserlaubnis bewerben zu müssen. Wer also nebenher arbeiten möchte, um sich sein Taschengeld aufzubessern, hat dazu jederzeit die Möglichkeit.

Folgende Unterlagen müssen für den Antrag eines Studentenvisas bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin eingereicht werden (Antragsteller aus Bayern und Baden-Württemberg kontaktieren das südafrikanische Generalkonsulat in München):

  • Vollständig ausgefülltes Antragsformular + biometrisches Passfoto
  • Reisepass, der noch mindestens 2 freie Seiten hat und bei Ausreise aus Südafrika noch mindestens 30 Tage gültig ist + Kopie des Reisepasses (der Seite mit den biometrischen Daten + Passbild)
  • Bestätigung der südafrikanischen Universität über (vorläufige) Zulassung und genaue Dauer des Studiums („Letter of personal admission“)
  • Verpflichtungserklärung („Undertaking“) der Universität, das Department of Home Affairs über Antritt und Ende des Studiums zeitnah zu informieren
  • Sollte der/die AntragstellerIn unter 18 Jahren sein, muss zusätzlich eine ungekürzte/internationale Geburtsurkunde sowie eine in englisch verfasste Einwilligungserklärung der Gasteltern und leiblichen Eltern eingereicht werden (weitere Informationen)
  • Sollte der/die AntragstellerIn durch Kinder begleitet werden, muss zusätzlich eine ungekürzte/internationale Geburtsurkunde und eine eidesstattliche Erklärung über die Einwilligung des anderen Elternteils eingereicht werden
  • Sollte der/die AntragstellerIn durch einen Ehe-/Lebenspartner begleitet werden, muss zusätzlich eine (ins englische übersetzte und beglaubigte) Heiratsurkunde bzw. ein Nachweis über die dauerhafte Beziehung eingereicht werden
  • Aktuelles* Polizeiliches Führungszeugnis aus Deutschland sowie allen Ländern, in denen der Antragsteller sich nach seinem 18. Geburtstag mindestens 1 Jahr aufhielt
  • Aktuelles* medizinisches Attest eines Allgemeinmediziners
  • Aktueller* Röntgenbericht (Ausschluss von behandlungsbedürftiger Tuberkulose)
  • Nachweis einer nach dem Medical Schemes Act von 1998 registrierten Krankenversicherung über den gesamten Zeitraum des Auslandsstudiums. Update: Seit dem 26.5.2014 benötigt man offensichtlich eine südafrikanische Versicherung z.B. von Momentum. Eine in Deutschland zu erwerbende Auslandskrankenversicherung wird nicht mehr akzeptiert.
  • Unterschriebenes und datiertes sowie in englisch verfasstes Bestätigungsschreiben der Eltern oder Erziehungsberechtigten, dass der Austauschschüler während der gesamten Studienzeit in Südafrika über eine Krankenversicherung verfügt
  • Nachweis über ausreichend finanzielle Mittel (Kontoauszüge / Stipendien / Bargeld)
  • Sicherheits-Barhinterlegung in Höhe von 900 € (wird nach endgültiger Ausreise aus Südafrika erstattet) (ist mit der Gesetzesänderung weggefallen)
  • Bezahlter DHL-Expressbrief (bis zu 1 kg) zur Rücksendung des Reisepasses und aller Dokumente
  • Nachweis der Überweisung der nicht erstattungsfähigen Antragsgebühr in Höhe von 52,00 € (mindestens 5 Tage vor Einreichung der Unterlagen, Barzahlung nicht möglich)
  • Nachweis über gebuchtes (oder reserviertes) Rückflugticket

*Aktuell heißt nicht älter als 6 Monate zum Zeitpunkt der Antragseinreichung

Alle Dokumente müssen im Original vorliegen oder amtlich beglaubigt werden. Es kann erforderlich sein, dass in deutscher Sprache verfasste Dokumente von einem beeidigten Übersetzer ins Englische übersetzt werden müssen. Unseren Erfahrungswerten zufolge ist dies bei einer Einreichung der Unterlagen in Deutschland (z.B. polizeiliches Führungszeugnis) nicht nötig, wenn es sich um das Original handelt.

Was ausreichend finanzielle Mittel bedeutet, geht aus dem Schreiben der südafrikanischen Botschaft nur bedingt hervor. So sind etwa die originalen Girokontoauszüge der letzten drei Monate und Namen des Antragstellers vorzulegen. Der Kontostand sollte mindestens bei 3.000 Rand bzw. dem entsprechenden Euro-Äquivalent liegen. Weiter können folgende finanzielle Mittel nachgewiesen werden:

  • Sparkonto
  • Reiseschecks
  • Stipendium
  • Datierte, unterschriebene und in englischer Sprache verfasste Erklärung des Gastgebers in Südafrika (oder der Eltern/des Ehepartners des Antragstellers), dass er die Kosten für Unterkunft, Unterhalt und die Ausreise des Antragstellers übernimmt, falls dies erforderlich wird. Das Schreiben sollte durch Kontoauszüge oder Gehaltsnachweise (im Original oder als beglaubigte Kopie) sowie eine beglaubigte Kopie der südafrikanischen ID oder des Reisepasses ergänzt werden. Kommt der Antragsteller bei einem Gastgeber mit permanenter Aufenthaltsgenehmigung in Südafrika unter, muss zusätzlich ein Nachweis der gültigen Langzeit- oder Daueraufenthaltsgenehmigung eingereicht werden.

Laut unserer Erfahrungen sollte man als Bewerber eines Studentenvisum mindestens 500 Euro pro Monat zur Verfügung haben. Wer also 12 Monate in Südafrika studieren möchte, sollte über ein finanzielles Polster in Höhe von ca. 6000 Euro verfügen.

Die Bearbeitungszeit nach Einreichung der vollständigen Unterlagen wird mit acht Wochen angegeben. Wir empfehlen daher, dass man seine Unterlagen spätestens drei Monate vor dem geplanten Abflug einreicht.

Update: Die jüngsten Änderungen des Immigrationsgesetzes haben auch Auswirkungen auf das Study Visa (zuvor Study Permit). Dabei muss nun nicht nur – wie oben bereits angedeutet – eine südafrikanische Krankenversicherung vorgewiesen werden, auch wird das Visum ab sofort nur noch für die tatsächliche Dauer des Studiums (Grundlage hierfür ist der Zulassungsbescheid der Partneruni) ausgestellt. Wer also vorher- oder nachher noch einen Urlaub dranhängen will, muss enttäuscht werden. Es ist leider nicht möglich, vorher mit einem Touristenvisum einzureisen, um einen Puffer für Organisatorisches (z.B. Wohnungssuche) oder Landeserkundung einzuplanen.

Zudem wird neuerdings ein sogenanntes „Undertaking“ verlangt, eine Bestätigung der Universtität, dass sie bei Nichtantretem, vorzeitigem Abbruch oder Beendigung des Studiums das Department of Home Affairs über diesen Sachverhalt informieren.

Auch muss nun die Buchung oder Reservierung eines Rückflugtickets vorgewiesen werden. Da man vor Antragstellung noch nicht weiß, ob das Studentenvisum letztendlich ausgestellt wird, empfiehlt sich die Buchung eines (teureren) flexiblen Tickets, für dessen Stornierung oder Umbuchung keine Kosten anfallen.

Positiv dagegen ist der Wegfall der Sicherheits-Barhinterlegung in Höhe von 900 Euro.

Antragssteller aus Baden-Württemberg und Bayern haben nicht mehr die Möglichkeit, den Antrag per Post einzusenden! Sie müssen persönlich während der Öffnungszeiten der Konsularabteilung vorsprechen. Persönlich heißt, dass eine Übergabe der Dokumente durch Dritte nicht mehr möglich ist. Minderjährige müssen aber durch einen Elternteil begleitet werden. Termine können unter der unten aufgeführten Telefonnummer vereinbart werden.

Die Antragsgebühr muss mindestens fünf Tage vor der Einreichung an die zuständige Behörde überwiesen werden. Der Überweisungsbeleg ist dem Antrag beizufügen. Unvollständige Anträge werden abgelehnt.

Antragsteller aus dem übrigen Bundesgebiet können ihren Antrag an die südafrikanische Botschaft in Berlin per Einschreiben (!) einsenden oder alternativ persönlich vorsprechen. Ein Termin ist nicht nötig, es wird jedoch empfohlen, während der Besuchszeiten (südafrikansiche Feiertage beachten!) so früh wie möglich zu erscheinen.

Ab dem 1. Juni 2015 muss auch in Berlin persönlich vorgesprochen worden. Damit muss nun jeder Antrag persönlich während der Öffnungszeiten der jeweiligen Insitution eingereicht werden. Das bedeutet, dass ein Bewerber aus z.B. Saarland nach Berlin reisen muss, um den Antrag einzureichen.

Detaillierte Infos zum Einreichungsprozess sind hier zu finden.

Kontakt Botschaft der Republik Südafrika – Konsularabteilung:

Adresse:
Südafrikanische Botschaft
Tiergartenstraße 18
10785 Berlin

Besuchszeit Konsularabteilung:
Mo, Di, Do, Fr: 09:00 – 12:00 Uhr

Tel.: 030 22073-0
Fax: 030 22073-202
Mail: berlin.consular@foreign.gov.za
Website: www.suedafrika.org

Kontodaten für Antragsgebühr und Barhinterlegung (seperate Überweisung erwünscht):

Empfänger: Südafrikanische Botschaft
IBAN: DE24 1004 0000 0261 8924 00
BIC: COBADEFFXXX
Bankname: Commerzbank Berlin (West)
Verwendungszweck: Study Visa; Name des Antragstellers

Kontakt Südafrikanisches Generalkonsulat München (für alle Antragssteller aus Baden-Württemberg und Bayern):

Adresse:
Südafrikanisches Generalkonsulat
Sendlinger-Tor-Platz 5
80336 München

Tel.: 089 231163-0
Fax: 089 231163-53
Mail: munich.consular@foreign.gov.za

Öffnungszeiten der Konsularabteilung:
Montag bis Freitag: 09:00 bis 12:00 Uhr

Kontodaten für Antragsgebühr und Barhinterlegung (seperate Überweisung erwünscht):

Empfänger: Südafrikanisches Generalkonsulat
IBAN: DE26 7008 0000 0356 7199 00
BIC: DRESDEFF700
Bankname: Commerzbank AG München
Verwendungszweck: Study Visa; Name des Antragstellers

Zusammenfassung Study Visa: Die folgenden Unterlagen sind vom Antragsteller einzureichen:

»» suedafrika.org >> Studienerlaubnis (Word-Dokument) ««

Kosten des Auslandsaufenthaltes / Studiengebühren / Lebenshaltungskosten

Prinzipiell werden an allen Universitäten Studiengebühren erhoben. Je nach Hochschule, Fachbereich und Studiengang variieren diese. Ausländische Studenten bezahlen bedeutend höhere Gebühren als einheimische Studenten. Als Orientierungswert können 4.000 – 7.000 US-Dollar pro Jahr angenommen werden, die bei existierenden Partnerschaften jedoch oft entfallen. Hinzu kommen noch die allgemeinen Lebenshaltungskosten einschließlich Unterkunft. An den meisten Orten finden sich Studentenwohnheime, welche aber nicht genügend Kapazitäten für alle Studenten haben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Teile dieser Kosten als Bildungskredit / Stipendium / Auslandsbafög zu erhalten. Nähere Infos zu diesem Thema kann man bei der eigenen Universität oder im nächsten Abschnitt erfahren.

Lebenshaltungskosten:

Aufgrund des aktuell günstigen Wechselkurses ist das Leben in Südafrika für Europäer recht erschwinglich. Im folgenden haben wir eine Liste mit einigen wichtigen Ausgaben im Zusammenhang mit einem Auslandsaufenthalt in Kapstadt und entsprechenden Lebenshaltungskosten zusammengestellt. Bei der Liste handelt es sich um Durchschnittspreise*:

  • Flug nach Kapstadt und zurück: 750 €
  • Miete in WG: 250 € pro Monat
  • Hostel (Mehrbettzimmer): 10 € pro Nacht
  • Langzeitmiete Auto: 250 € pro Monat
  • Pizza im Restaurant mit Getränk: 7 €
  • Rumpsteak oder -fillet im Restaurant: 10 €
  • 0,33l Flasche Bier: 1,30 €
  • Glas Wein: 2 €
  • Cocktail: 3,50 €
  • Club-Eintritt: 0 – 7 €
  • Benzin: 0,90 € pro Liter
  • Kino: 3,50 €
  • Taxi: 0,75 € pro Kilometer
  • MyCiti-Bus: 0,50 € pro Strecke
  • Flughafentransfer: 20 € (Taxi), 4 € (MyCiti-Bus)

*Kurs: 1 € = 15 Rand (Februar 2014)

Lebensmittel sind auf einem ähnlichen Niveau wie in Deutschland, können vor allem bei Import-Waren jedoch auch höher liegen.

Finanzierung eines Auslandsaufenthalts in Kapstadt

Zwar sind die Lebenshaltungskosten in Kapstadt geringer als in Deutschland, doch fallen hohe Studiengebühren an, die sich von Uni zu Uni unterscheiden. Diese Gebühren können entfallen, falls eine Kooperation zwischen der Heimathochschule und der Gastuniversität besteht. Erste Anlaufstelle für Förderungsmöglichkeiten ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Dabei sollten unbedingt die Bewerbungsfristen beachtet werden. Welche weiteren Stipendien und Förderungsmöglichkeiten in Frage kommen, lässt sich im Auslandsreferat der eigenen Hochschule erfragen. Die folgende Auflistung liefert erste Informationen:

Sicherheit und Kriminalität in Kapstadt

Wenn es um Südafrika geht, klingen bei vielen sofort die Alarmglocken. Grund ist die große Armut und damit einhergehende hohe Kriminalitätsrate in dem Land am Kap. Auch wenn diese Probleme nicht von der Hand zu weisen sind, so muss man doch differenzieren. 90 % der Gewalt passiert in den Townships, den Armenvierteln an den Stadträndern. Hier lebt ein Großteil der mittellosen Bevölkerung unter teils ärmlichsten Bedingungen. Gangs und andere Kriminelle sorgen in den Townships für Angst und Schrecken. Touristen oder Austauschstudenten werden diese Gebiete jedoch höchstens in einer geführten Tour besuchen. Das bedeutet zwar nicht, dass man außerhalb der Townships vor den kriminellen Machenschaften sicher ist, doch wenn man sich an einige grundsätzliche Regeln hält, so kann man die Gefahr von Zwischenfällen deutlich minimieren:

  • Lauft nachts nicht alleine durch dunkle Gassen und verlassene Straßen
  • Tragt keine Wertgegenstände gut sichtbar spazieren
  • Lasst euch beim Abheben von Geld nicht von anderen „helfen“
  • Lasst keine Wertgegenstände im Auto liegen
  • Nehmt euch vor Taschendieben in dichten Menschenmassen in Acht
  • Schließt Türen und Fenster immer gut ab, wenn ihr nicht zu Hause seid
  • Spielt nicht den Helden, wenn es doch zu einem Überfall kommen sollte

Bitte macht nicht den Fehler und lasst euch von reißerischen Medien oder Leuten, die noch nie in Afrika waren, verunsichern. Sprecht mit jenen, die schon einmal in Südafrika bzw. Kapstadt waren. Die meisten von ihnen werden euch von ihren positiven Erfahrungen berichten, von tollen Erlebnissen, der atemberaubenden Landschaft und der Gastfreundschaft der südafrikansichen Bevölkerung. Negative Erfahrungen haben nur die wenigsten gemacht. Klar kann es mal passieren, dass einem das Handy in einer Bar oder einem Club geklaut wird, doch dieser Gefahr ist man auch in europäischen Großstädten ausgesetzt. Ihr werdet von anderen Studenten schnell erfahren, welche Gebiete man eher meiden sollte und wo man sich relativ sicher bewegen kann. Passt einfach etwas auf und seid wachsam – aber nicht ängstlich – und ihr werdet in Kapstadt die wohl schönste Zeit eures Lebens verbringen. Es wäre sehr schade, wenn ihr euch diese einmalige Chance aufgrund von überzogenen Sicherheitsbedenken entgehen lasst.

Weitere Informationen zu diesem Thema haben wir auf den folgenden Seite zusmamengefasst: Kriminalität in Südafrika.

Freizeitaktivitäten in und um Kapstadt – das Studentenleben

Kapstadt gilt als eine der schönsten und kulturell vielfältigsten Städte der Welt. Es gibt hier unzählige Freizeitangebote, die einem einen idealen Ausgleich zum Studium bieten. Neben diversen Sportangeboten zu Land (Klettern, Wandern, Rugby, Fußball, Mountainbiken, Joggen, Beachvolleyball, Golf, …), zu Luft (Paragliding, Skydiving, …), und zu Wasser (Surfen, Wakeboarding, Tauchen, Kajaken, Kloofing, Angeln, …) kann man natürlich auch einfach nur die atemberaubende Landschaft während einer Wanderung genießen, auf dem Signal Hill oder Lions Head einen Sundowner genießen, den Abend bei einem geselligen Braai ausklingen lassen oder einfach nur am Strand die Seele baumeln lassen.

Südafrika Reiseangebot

Auch das Nachtleben ist nicht zu verachten. Vor allem auf der Partymeile „Long Street“ reihen sich Bars, Restaurants und Clubs eng aneinander und eignet sich damit wunderbar für eine Kneipentour. Ob nun am Wochenende oder unter der Woche, auf der Long Street ist immer etwas los. Auch im Studentenviertel „Observatory“ hat sich ein aktives Nachtleben mit vielen Kneipen entwickelt. Jeder Stadtteil hat seinen ganz eigenen Charme und lädt zum Ausgehen ein. Ob nun in einer edlen Cocktail-Bar mit Blick auf den endlosen Ozean im Nobel-Stadtteil Camps Bay oder doch lieber in einer urigen und gemütlichen Billiard-Bar in Observatory. Die Getränkepreise liegen aufgrund des aktuell günstigen Wechselkurses für Europäer bei lediglich 3-4 Euro für ein Cocktail bzw. 1,30 Euro für ein kleines 0,33 Liter Bier (Stand Februar 2014).

Fortbewegungsmittel – Brauche ich ein Auto?

Wer in Kapstadt studiert, wird um ein Auto kaum herumkommen. In Stellenbosch sind die Wege dagegen recht kurz und man kann auch zur Uni laufen. Trotzdem bietet sich auch hier ein Auto an, schließlich möchte man ja etwas vom Umland sehen und am Wochenende mal rausfahren und Ausflüge machen. Ob man eher ein Auto kaufen oder mieten sollte, haben wir in folgendem Artikel „Autokauf vs. Langzeitmiete“ ausführlich thematisiert. Wer sich ein bisschen mit Autos auskennt, kann bei einem längeren Aufenthalt in Südafrika durchaus auch ein Auto kaufen, da der Wiederverkaufswert nur sehr langsam fällt und man nicht selten den selben, mit etwas Glück sogar einen höheren Preis erzielt. Wer dagegen nur ein Semester in Kapstadt verbringt, der sollte lieber die Möglichkeit einer Langzeitmiete in Betracht ziehen. Die Kosten hierfür betragen in der Regel zwischen 3.000 und 4.000 Rand im Monat.

Wer auf ein Auto lieber verzichten möchte, der hat die Möglichkeit, das neue MyCiti-Busnetz zu nutzen. Seit Anfang des Jahres 2014 besteht ein flächendeckendes Verkehrsnetz der MyCiti-Busse, mit denen man gegen ein geringes Entgeld wunderbar von A nach B kommt. Ein Plan der bestehenden Routen ist hier abrufbar. Zusätzlich kann man weiterhin die zahlreichen Mini-Busse nutzen, die auf den am stärksten frequentierten Strecken regelmäßig verkehren. Gewöhnliche Taxis fahren für etwa 10-12 Rand pro Kilometer. Zudem bieten die Unis kostenlose Bus-Shuttle-Services an. Mehr dazu lest ihr in den jeweiligen Abschnitten zu den Universitäten.

»» Weitereführende Informationen: Verkehrsmittel in Südafrika.

Unterkunftssuche in Kapstadt

Die Universitäten in Kapstadt und Stellenbosch helfen bei der Unterkunftssuche und verfügen über gewisse Kontingente an Wohnheimsplätzen, die sich direkt auf oder in der Nähe des Campus befinden. Teilweise werden auch ganze Häuser vermittelt.

Wer keinen Wohnheimsplatz ergattert oder sich lieber auf eigene Faust eine Unterkunft suchen möchte, der wird möglicherweise hier fündig:

  • Schwarze Bretter der Universitäten
  • Anzeigen der lokalen Tageszeitungen
  • Kleinanzeigen auf gumtree.co.za

Auf der folgenden Seite findet ihr Informationen zu den einzelnen Stadtteilen in Kapstadt mit einer Auflistung, wo es sich am besten wohnt. Mit Vor- und Nachteilen zu jedem Stadtteil: Wohnen in Kapstadt. Wer an der University of Cape Town studiert, dem sei Observatory, Rondebosch oder Clairmont zu empfehlen. Studenten der Stellenbosch University suchen eine Unterkunft direkt in Stellenbosch und wer am Hauptcampus der University of the Western Cape lernt, der ist mit Bellville am besten beraten, was allerdings etwas „ab vom Schuss“ ist. Alternativ kann man auch in der Stadt nach einer Unterkunft suchen und mit dem Zug zum Campus fahren.

Kapstädter Universitäten im Portrait

Welche Universitäten soll man nun für sein Auslandssemester in Südafrika wählen? Prinzipiell ist die Auswahl riesengroß. In der Praxis zeigt es sich aber, dass ein Großteil der Studenten an den Orten Pretoria, Johannesburg, Stellenbosch und Kapstadt studiert. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Studierenden in Johannesburg und Pretoria etwas gestiegen, schätzungsweise drei Viertel aller deutschen Studenten entscheiden sich aber für Kapstadt und Stellenbosch. Nachfolgende universitäre Einrichtungen werden etwa genauer vorgestellt:

University of Cape Town (UCT) in Kapstadt

Der Haupt-Campus der UCT (University of Cape Town)

Der Haupt-Campus der UCT (University of Cape Town)
Bildquelle: Adrian Frith (CC BY-SA 2.0)

Zahlen & Fakten:

  • Anzahl Studenten: ca. 25.000, davon 17.000 „Undergraduates“ und 8.000 „Postgraduates“
  • Ausländische Studenten: 4.600
  • Fakultäten: Humanities, Science, Engineering & the Built Environment, Health Sciences, Commerce, Law
  • Standorte: Groote Schuur Campus in Rondebosch, Medical Campus in Observatory, Hiddingh Campus im Stadtzentrum, Breakwater Campus an der V&A Waterfront
  • Webseite: www.uct.ac.za

An der 1829 gegründeten University of Cape Town (UCT) waren im ersten Semester des Jahres 2012 etwa 25.500 Studenten eingeschrieben, darunter auch mehr als 4.600 internationale Studenten (ca. 20 Prozent), die aus über 100 verschiedenen Ländern kommen. Die Zahl der männlichen und weiblichen Studenten ist ausgeglichen. Ungefähr die Hälfte aller Studenten entstammen der schwarzen Rasse (Quelle: About UCT).

Die Universität von Kapstadt ist nicht nur die älteste Uni im ganzen Land, sondern gilt laut den World University Rankings 2013-2014 der Times Higher Education auch als beste Universität Afrikas.

In Deutschland erreichen nur sechs Unis eine bessere Platzierung als die UCT: die Humboldt-Universiät zu Berlin, die TU München, die FU Berlin, die Universität Heidelberg, die Georg-August-Universität Göttingen und die Ludwig-Maximillians-Universität München.

An der UCT gibt es sechs Fakultäten: Handel, Ingenieurwesen, Jura, Gesundheitswesen, Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften. Die Unterrichtssprache an allen Fakultäten ist englisch.

Der imposante Hauptcampus liegt an den Flanken des Tafelbergmassivs, genauer gesagt am Fuße des Devil’s Peak. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Panorama-Blick über weite Teile der 3,7 Millionen Stadt. Weiterhin verfügt die UCT über Standorte in Observatory, Gardens und an der V+A Waterfront. Zwischen den Campus verkehren kostenlose Shuttle-Busse.

Das Studentenleben an der UCT ist sehr lebhaft und vielfältig. Es gibt über 100 verschiedene Uni-Sportclubs und andere Vereine, in denen sich ein jeder Student entsprechend seiner Interessengebiete einbringen und Gleichgesinnte treffen kann.

Internationale Studenten an der UCT:

Das folgende Video zeigt, was das Studium an der UCT so besonders macht:

Ausländer können ein Vollstudium oder auch 1-2 Auslandssemster an der UCT absolvieren. Letzteres wird überwiegend für Bachelor-Studenten angeboten. Bewerber sollten sich mindestens im vierten Semester an ihrer heimischen Bildungseinrichtung befinden.

Die Bewerbung kann auf verschiedenem Wege eingereicht werden:

Je nach Art der Bewerbung können unterschiedliche Gebühren anfallen. Es gelten bei allen Bewerbern die selben Aufnahmebedingungen. Internationale Studenten an der UCT müssen ausreichende Englischkenntnisse in Form eines TOEFL oder IELTS-Tests vorweisen.

Um in Südafrika absolvierte Studienleistungen anrechnen zu lassen, sollte man sich den Auslandsaufenthalt unbedingt von seiner eigenen Universität bestätigen lassen und bereits vor der Abreise mit dem zuständigen Prüfungsamt über die Möglichkeiten der Anerkennung sprechen. Jede Bildungsinstitution hat hier ihre eigenen Kriterien und Regeln. Als erste Anlaufstelle sollte immer das Internationale Büro der eigenen Uni bzw. Hochschule kontaktiert werden.

Studiengebühren an der UCT:

Studenten von Universitäten, die keine Kooperaiton mit der UCT pflegen und für ein oder zwei Semester an die UCT kommen, zahlen aktuell 5.750 US-Dollar pro Semester (Stand Februar 2014). Für ein vollwertiges Studium zahlen internationale Studenten mindestens ZAR 75.000 pro Jahr für den Bachelor- und Honours-Degree und ZAR 47.500 für den Masters-Degree. Hinzu kommen die Gebühren für die absolvierten Kurse. All diese Gebühren müssen vor der Immatrikulation bezahlt werden. Für weitere Informationen surft bitte auf die Webseite der UCT. Existiert ein Austauschprogramm mit der Heimatuniversität entfallen die Studiengebühren in der Regel.

Stellenbosch University (SU)

Bild:  Carton. (Flickr CC BY 2.0)

Stellenbosch University
Bild: Carton. (Flickr CC BY 2.0)

Zahlen & Fakten:

  • Anzahl Studenten: ca. 28.200, davon 18.400 „Undergraduates“ und 9.800 „Postgraduates“
  • Ausländische Studenten: 2.400
  • Fakultäten: AgriSciences, Arts and Social Sciences, Economic and Management Sciences, Education, Engineering, Law, Medicin and Health Sciences, Military Science, Theology
  • Standorte: Stellenbosch Campus, Tygerberg Campus (Faculty of Medicin and Health Sciences), Bellville Park (US Business School) & Saldanha (Faculty of Military Science)
  • Website: www.sun.ac.za

Die Stellenbosch University liegt inmitten eines der ältesten und bekanntesten Weinanbaugebiete Südafrikas, ca. 50 km nordöstlich von Kapstadt. Noch heute wird in einigen Fakultäten der 1866 gegründeten Universität überwiegend auf Afrikaans gelehrt. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass hier während der Apartheid ausschließlich burischstämmige Weiße unterrichtet wurden. In den Kursen des Postgraduate-Studiums (Honours & Masters) hat sich mittlerweile jedoch auch in Stellenbosch Englisch als Unterrichtssprache durchgesetzt. Klausuren und Hausarbeiten dürfen grundsätzlich in beiden Sprachen verfasst werden. Es gibt jedoch auch in den Undergratuate Bachelor-Studiengängen ausreichend viele Kurse, die ausschließlich in englisch oder bilingual unterrichtet werden. Zudem stehen die meisten Kursmaterialen wie etwa Scripte auch in englischer Sprache zur Verfügung. Alle Kurse, die für internationale Studenten geeignet sind, werden ausschließlich in englisch unterrichtet.

Stellenbosch selbst ist eine Kleinstadt mit knapp 80.000 Einwohnern und hat aufgrund der vergleichbar vielen Studenten im Gegensatz zu Kapstadt den Charakter einen echten Universitätsstadt. Die Wege sind kurz und können bedenkenlos per Fuß zurückgelegt werden. Ein Auto benötigt man innerhalb Stellenboschs nicht unbedingt, bietet sich jedoch für Ausflüge nach Kapstadt und Umgebung an. Neben den über 100 Weinfarmen in und um Stellenbosch darf man sich auf ein pulsierendes und günstiges Nachtleben und über 30 Sportclubs sowie knapp 50 Societes an der Uni freuen. Die Kapstädter Innenstadt ist mit dem Auto innerhalb von 30-50 Minuten zu erreichen.

Nach der University of Cape Town und der Uni Witwatersrand in Johannesburg wurde die Stellenbosch Universität im World University Ranking 2013-2014 zur drittbesten Bildungseinrichtung in Afrika gekührt.

2013 waren insgesamt 28.156 Studenten an der Stellenbosch University immatrikuliert, wovon 9.753 (34,6 %) sich in einem höheren Postgraduate-Studium (Honours- & Master-Abschluss) befanden. 2436 Studenten kamen aus dem Ausland. Etwas mehr als die Hälfte der Studierenden sind weiblich (ca. 55 %). Die Anzahl der weißen Studenten in Stellenbosch ist von 66,9 % im Jahr 2012 auf 65,4 % in 2013 gesunken. Die Anzahl der Coloureds stieg leicht von 15,5 % auf 16,0 %, ebenso wie die der Schwarzen (15,5 % auf 16,3 %). Die restlichen 2,3 % machen indischstämmige Studierende aus (2,1 % in 2012). Weitere Statistiken sind auf dieser Internetseite einzusehen.

An der Stellenbosch University gibt es 150 Fachbereiche, die auf zehn Fakultäten aufgeteilt sind. Folgende Fakultäten befinden sich auf dem Hauptcampus in Stellenbosch: Ingenieurwissenschaften, Sprach- und Sozialwissenschaften, Landwirtschafts- und Forstwirtschaften, Naturwissenschaften, Pädagogik, Rechtswissenschaften, Theologie und Wirtschaftswissenschaften. Die Fakultät für Militärwissenschaften lehrt an der Atlantikküste in Saldanha, die Medizin-Fakultät befindet sich auf dem Tygerberg-Campus in Kapstadt.

Hier eine kurze Videovorstellung der SU:

Internationale Studenten an der Stellenbosch Universität:

Allgemeine Infos zum Austausch sind auf der Webseite des International Office der Stellenbosch Universität zu finden: sun.ac.za/international/.

An der Stellenbosch University kann neben einem Vollstudium (Bachelor, Honours, Masters) auch ein Austauschsemester durchgeführt werden.

Bewerbung für Austauschsemester über Partneruni:

Wird ein Austauschsemester mit der SU angestrebt, muss unterschieden werden, ob ein Austauschprogramm zwischen SU und der Heimatuni besteht oder nicht. Falls dies der Fall ist, muss man sein Interesse an einem Studienplatz in Stellenbosch zunächst bei der eigenen Hochschule bekunden. Diese kann dann eine Nominierung gegenüber der SU aussprechen, woraufhin der Student direkt von dem Internationalen Büro der SU kontaktiert wird mit allen weiteren Informationen zur Bewerbung. Bewerbungsschluss ist der 30. September für das Semester, das im Februar des nächsten Jahres beginnt und der 31. März für das Semester, das im Juli des gleichen Jahres beginnt. Die Entscheidung über Erfolg oder Misserfolg wird dem Studenten frühestens nach 4-6 Wochen nach Bewerbungsschluss mitgeteilt. Eine Nominierung der Heimatuni muss nicht bedeuten, dass der Student auch tatsächlich von der Uni Stellenbosch aufgenommen wird. War die Bewerbung erfolgreich, stellt die Gastuniversität den „Letter of Admission“ aus, der für den Antrag des Study Visa benötigt wird.

Ein TOEFL bzw. IELTS muss bei der Bewerbung nicht eingereicht werden. Die Stellenbosch University überlässt es der Einschätzung der Partnerunis, ob die Englischkenntnisse eines Austauschkandidaten ausreichend sind oder nicht.

Eine Übersicht aller Partnerschaften zwischen der Stellenbosch University und deutschen Hochschulen ist hier einzusehen.

Bewerbung für Austauschsemester ohne Partnerprogramm:

Besteht keine Kooperation zwischen Heimatuniversität und Stellenbosch University, so hat man immer noch die Möglichkeit, sich auf Eigeninitiative als sogenannter „Freemover“ für ein oder zwei Austauschsemester zu bewerben.

Die Bewerbungsfristen sind wie folgt:

  • 15. September für das Semester ab Januar/Februar des darauffolgenden Jahres
  • 15. März für das Semester ab Juli des gleichen Jahres

Freemover müssen sich zunächst für Kurse entscheiden, die sie während ihres Auslandsaufenthalt belegen wollen. Nähere Informationen zur Kurswahl sind hier zu finden. Der Student muss sich eigenständig mit dem zuständigen Prüfungsamt in Verbindung setzen, um über die Möglichkeiten der Anrechnung der an der Gastuniversität absolvierten Kurse zu sprechen.

Die Bewerbung als Freemover an der SU umfasst folgende Dokumente:

» Jetzt bewerben

Bewerbung für Austauschsemester über zentrale Förderungs- und Austauschprogramme:

Studiengebühren für ein Auslandssemester an der SU:

  • Als Teilnehmer eines Austauschprogramms: ZAR 6.120 (Registration Fee und Service Fee; Studiengebühren werden erlassen)
  • Als Freemover: ZAR 47.950 pro Semester (Registration Fee und Service Fee inbegriffen)

The University of the Western Cape (UWC) in Kapstadt

University of the Western Cape - Hauptcampus

University of the Western Cape – Hauptcampus
Bild: Danmichaelo (Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0)

Zahlen & Fakten:

  • Anzahl Studenten: 19.590, davon 15.598 „Undergraduates“ und 3.992 „Postgraduates“, Stand 2012)
  • Fakultäten: Arts, Community & Health, Dentistry, Economic & Management, Education, Law, Natural Science
  • Standort: Campus in Bellville
  • Webseite: www.uwc.ac.za

Die staatliche Universität des Westkaps liegt im Norden Kapstadts im Stadtteil Bellville und wurde 1959 während der Rassentrennung als College für Couloureds gegründet und 1970 in eine Universität umgewandelt. 2012 studierten an der UWC 19.590 Studenten aller Rassen und Nationalitäten, davon 15.598 in Undergraduate Studiengängen und 3.992 in Postgraduate-Studiengängen. 60 % aller Studierenden sind weiblich. Wenn man die Aufteilung der Studierendenschaft nach Rassen betrachtet, fällt auch hier auf, dass die Apartheid ihre Spuren hinterlassen hat: 47 % sind coloured, 43 % sind schwarz und je 5 % sind indischer und weißer Abstammung.

An der UWC gibt es sieben Fakultäten, die da wären:

  • Geisteswissenschaften
  • Gesundheitswissenschaften
  • Zahnmedizin
  • Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften
  • Pädagogik
  • Rechtswissenschaften
  • Naturwissenschaften

Vorstellung der UWC im Video:

Internationale Studenten an der University of the Western Cape:

Die Informationen auf der Webseite der UWC hinsichtlich des Bewerbungsprozesses für ein Austauschsemester sind leider sehr spärlich. Bei bestehenden Partnerschaften zwischen UWC und Heimathochschule (z.B. Humboldt Universität, TU Dortmund und Uni Konstanz), kontaktiert bitte direkt euer zuständiges Auslandsbüro. Initiativbewerber setzen sich am besten mit dem International Relations Office der UWC in Verbindung.

Cape Peninsula University of Technology (CPUT)

Cape Peninsula University of Technology

Cape Peninsula University of Technology – Kapstadt Campus
Bild: MikeWJones (Wikimedia Commons CC BY-SA 3.0)

Zahlen & Fakten:

  • Anzahl Studenten: 33.477, davon 31.661 „Undergraduates“ und 1.662 „Postgraduates“, Stand 2013
  • Fakultäten: Applied Sciences, Business, Education and Social Sciences, Engineering, Health and Wellness Sciences, Informatics and Desgin
  • Standorte: Campus in Zonnebloem, Bellville, Mowbray, Granger Bay, Wellington
  • Webseite: www.cput.ac.za

Die Cape Peninsula University of Technology ist die größte Universität in der südafrikanischen Provinz Westkap. Die Uni entstand 2005 aus dem Zusammenschluss des 1920 gegründeten Cape Technikons und des 1962 für Coloureds gegründeten Peninsula Technikons. An der CPUT sind knapp 33.500 Studenten eingeschrieben, davon studieren fast 95 % als Undergraduates und nur 5 % als Postgraduates. Etwa 54 % der Studierendenschaft ist weiblich. Der Großteil der Studenten sind Schwarz-Afrikaner (59 %) bzw. Coloureds (27 %). 13 % entstammen der weißen und 1 % der indischen Rasse (Quelle und weitere Statistiken).

Es gibt sechs Fakultäten an der CPUT:

  • Wirtschaftswissenschaften
  • Ingenieurwissenschaften
  • Design & Informatik
  • Gesundheitswissenschaften
  • Erziehungswissenschaften und Sozialwissenschaften
  • Angewandte Wissenschaften

Gelehrt wird an fünf verschiedenen Standorten. Der ehemalige Campus des Peninsula Technikons befindet sich in Bellville. Der ehemalige Campus des Cape Technikons liegt in der Kapstädter City Bowl in Zonnebloem/District Six. Zudem gibt es kleinere Campusse in Mowbray, Granger Bay und Wellington.

Im Gegensatz zur UCT, SU und UWC wird der Schwerpunkt an der Cape Peninsula University of Technology auf eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis gelegt. Die Absolvierung eines 6 bis 12-monatigen Berufspraktikums ist in den meisten Kursen verpflichtend.

Neben dem praxisnahen Studienprogramm weiß die CPUT durch eine breite Auswahl an Sport- und Freizeitaktivitäten zu überzeugen.

Videovorstellung der Cape Peninsula University of Technology:

Internationale Studenten an der Cape Peninsula University of Technology:

Das Office of International Affairs der CPUT hat unter dieser URL einen ausführlichen Guide für interessierte und zukünftige Austauschstudenten zusammengestellt. Vor allem für Studierende an (Fach-)Hochschulen ist ein Austausch mit der CPUT aufgrund des engen Praxisbezugs zu empfehlen.

Eine vollständige Liste der Partnerschaften zwischen CPUT und deutschen Hochschulen ist hier zu finden.

Studiengebühren an der CPUT:

Ausländische Studenten zahlen eine Registrierungsgebühr von aktuell 1.500 Rand + Studiengebühren für die belegten Kurse. Jeder Kurs wird einzeln berechnet. Eine Übersicht der Kursgebühren ist auf den entsprechenden Fakultätsseiten der CPUT einzusehen.

Partnerschaften zwischen deutschen Hochschulen und Kapstädter Universitäten

Im folgenden werden alle uns bekannten Kooperationen zwischen deutschen Hochschulen und den Universitäten Kapstadts aufgelistet. Der große Vorteil von derartigen Partnerschaften ist, dass bei diesen Programmen in aller Regel die Studiengebühren entfallen. Zusätzlich kann die Heimathochschule beim Zulassungsprozess an der Gastuniversität sowie bei anderen administrativen Fragen (Visum, Unterkunft, Krankenversicherung, Stipendien, etc.) helfen. Auch gestaltet sich die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen in den Austauschprogrammen meist einfacher, als bei einem selbst organisierten Auslandsstudium.

Grundsätzlich sollten Interessierte sich rechtzeitig informieren und vorbereiten, da die Bewerbungsfrist je nach Hochschule bis zu einem Jahr vor Austauschbeginn liegen kann.

Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn ihr von weiteren Kooperationen wisst oder eine Partnerschaft beendet wurde, gebt uns bitte bescheid.

Für weitere Informationen zu den Austauschprogrammen einfach auf den Link der jeweiligen Hochschule klicken.

HochschuleKooperation mitStudienrichtungenKostenübernahme
Humboldt-Universität zu BerlinUCTJura/LL.MStudiengebührenbefreiung + Reisekostenpauschale
Humboldt-Universität zu BerlinSUAlleStudiengebührenbefreiung + Reisekostenpauschale
Humboldt-Universität zu BerlinUWCAlleStudiengebührenbefreiung + Reisekostenpauschale
Universität HamburgSUAlle außer Medizin, Gesundheitswesen und BuchhaltungStudiengebührenbefreiung
Universität KonstanzUWCAlleStudiengebührenbefreiung
Universität LeipzigSUAlleStudiengebührenbefreiung
Philipps Universität MarburgSUAlle außer MedizinReduzierte Studiengebühr in Höhe von etwa 2000 € pro Semester
Universität StuttgartUCT / SUAlleStudiengebührenbefreiung
Universität TübingenUCT / SUAlleStudiengebührenbefreiung + weitere Förderungsmöglichkeiten

Erfahrungsberichte von Studenten

Hier finden sich diverse Berichte von deutschen Studenten, welche ein Auslandssemester in Südafrika absolvierten:

Berichte auf Universitätsseiten:

Private Blogs:

Alle Infos Stand August 2014

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