Praktikum in Kapstadt

Praktika sind ein selbstverständlicher Baustein in der Hochschulausbildung. Relevante Praxiserfahrung im ausgewählten Studienfach wird von den meisten Unternehmen vorausgesetzt. Selbst ein Praktikum im Ausland ist heutzutage nichts Besonderes mehr, in international agierenden Firmen wird dies sogar erwartet.

Praktika,

Auslandspraktikum

Gründe für ein Auslandspraktikum

Softskills

Schlüsselkompetenzen für den beruflichen Aufstieg können im Ausland erlangt werden. Ein Praktikum in einem ausländischen Unternehmen fördert die Kommunikationsfähigkeit, den Teamgeist, die Eigeninitiative und die persönliche Selbständigkeit. Nach der Rückkehr werden die meisten Praktikanten von Freunden und Verwandten die Bescheinung bekommen, dass der Auslandsaufenthalt zu einem erkennbaren Reifeprozeß geführt hat.

Andere Länder – Andere Sitten

Deutschland ist eine Exportnation. Viele Arbeitnehmer kommen deshalb beruflich mit Mitarbeitern aus anderen Ländern in Kontakt. Deren Mentalität, Einstellung zu bestimmten Sachen, Arbeitsabläufen etc. ist vielmals komplett anders als in Deutschland. Wer sich dieser Tatsache nicht bewusst ist und in typisch deutscher Manier herangeht, erleidet dann Schiffbruch. Ein Auslandspraktikum stärkt das eigene Bewusstsein, dass es verschiedene Arbeits– und Entscheidungsmethoden weltweit gibt. Studenten, die im Ausland gearbeitet haben, können sich deshalb besser auf die jeweiligen landesspezifischen Gegebenheiten einstellen als Menschen, die den deutschen Kulturkreis nur im Urlaub verlassen haben.

Fremdsprachenkenntnisse

Vorhandene Sprachkenntnisse lassen sich festigen und ausbauen. Jedem Student ist bewusst, dass in international agierenden Unternehmen ohne Englischkenntnisse eine Einstellung unmöglich ist.

Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Bewerbern

Personalabteilungen beurteilen die Eignung eines Bewerbers aufgrund der Noten, der bereits vorhandenen Berufserfahrung und der Persönlichkeit. Ein Auslandspraktikum könnte der ausschlaggebenden Punkt für eine Entscheidung zu dessen Gunsten sein.

Gründe für ein Praktikum in Südafrika

Südafrika verbindet auf einzigartige Weise englische und afrikanische Geschäftskultur. Geschäftssprache ist Englisch und viele Südafrikaner haben einen Teil ihrer Ausbildung an einer englischen Universität genossen. Trotzdem werden die ersten Monate für viele deutsche Praktikanten eine harte Zeit werden. Ineffizienz, Unpünktlichkeit, chaotische Organisation, fehlender Entscheidungswille sind einige Merkmale, die den Praktikanten begegnen. Da viele dieser Punkte aber in verschiedenen Abstufungen in einem Großteil der Welt vorkommen, kann dieser Arbeitsalltag als echt praxisrelevant eingeschätzt werden. Neben den rein beruflichen Aspekten gibt es auch persönliche Gründe, die für eine Zeit in Südafrika sprechen. Südafrika bietet touristische Möglichkeiten, die weltweit einmalig sind. Atemberaubende Landschaften, eine faszinierende Tierwelt, wunderschöne Strände, ein ganzjährig angenehmes Klima, freundliche und offene Menschen und ein Touristenmagnet wie Kapstadt sind nur einige Punkte. Im Vergleich zu den meisten anderen Ländern bietet Südafrika ein phantastisches Preis-Leistungsverhältnis.

Wie findet man ein Südafrika – Praktikum?

Vorab muss gesagt werden, dass es ziemlich schwierig ist, in Südafrika ein Praktikumsunternehmen zu finden. Hier gibt es üblicherweise nicht diese Art der studentischen Ausbildung. Außerdem werden einheimische Bewerber vor ausländischen Praktikanten bevorzugt. Dies wird auch so von staatlicher Seite propagiert. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, um eine Stelle zu finden. Die Suche kostet jedoch viel Zeit, Nerven und auch Geld.

Praktikum in Tochterfirma eines deutschen Unternehmens
Die einfachste Variante ist die Suche eines Praktikumsplatzes über den Umweg Deutschland. Praktisch alle Konzerne und viele mittelständische Unternehmen sind im Land aktiv. Ein weiterer Vorteil ist es, dass in solchen südafrikanischen Niederlassungen das Prinzip Praktikum bekannt ist und man die Stundenten als Unterstützung und nicht als zeitliche Belastung sieht.

Praktikumsvermittlung durch eine Agentur
Es gibt diverse Anbieter, die ein Praktikum in Südafrika vermitteln. Der Service kostet bis zu 1.000 Euro. Für Praktika in einem speziellen beruflichen Umfeld wird es für viele Studenten überhaupt die einzige Möglichkeit sein, an Stellen zu kommen. Üblicherweise bleiben diese Agenturen auch während des Praktikums Ansprechpartner bei Problemen. Die Aussagen über die Qualität der vermittelten Firmen sind unterschiedlich. Es gibt diverse Erfahrungsberichte, wo Praktikanten von ihrer Zeit im Unternehmen schwärmten, doch genauso findet man das komplette Gegenteil. Hier muss man am Ende nur Glück haben. Nachfolgend werden einige Vermittlungsagenturen aufgeführt (kein Qualitätskriterium):

Firmennetzwerk der jeweiligen Hochschule nutzen
In einigen Universitäten gibt es Kontakte zu südafrikanischen Unternehmen. Es besteht dann die Möglichkeit, über diese Schiene eine Bewerbung zu versenden.

Südafrika Reiseangebot

Praktikumssuche auf eigene Faust
Vorrangig deutsche Pensionsbetreiber und im Tourismus beschäftigte Deutsche offerieren über gängige Foren und Internetseiten ihre eigenen Praktikumsangebote. In der Regel bieten sie eine kostenlose Unterkunft im Austausch für die Praktikumsarbeit. Wer aber nicht in diesen Arbeitsfeldern arbeiten will, stößt bei einer Eigensuche schnell an die Grenzen. Ohne persönliche Kontakte vor Ort ist es praktisch unmöglich, als ausländischer Student eine Stelle zu ergattern.

Vergütung des Praktikums

Es ist per südafrikanisches Gesetz verboten, ausländischen Praktikanten ein Gehalt zu zahlen.

Visum für das Praktikum

Aufgrund von Missbrauchsvorfällen ist es gegenwärtig äußerst aufwendig, das notwendige Visum zu erhalten. Genauere Infos zur Beantragung der Visa finden sich hier.

Finanzielle Förderung des Auslandspraktikums

Für die Studenten gibt es einige Möglichkeit, den Auslandsaufenthalt zu finanzieren. Dazu zählen Auslands-Bafög, Stipendiate und Bildungskredite der Bundesregierung. Bei letzterer Möglichkeit handelt es sich um einen zinsgünstigen Kredit, der unabhängig vom eigenen Einkommen und Vermögen sowie dem der Eltern gewährt wird. Eine genauere Beratung erfolgt durch die jeweiligen Hochschulen.

Ein Erlebnis eines Deutschen, der die Möglichkeit nutzte, ein Praktikum in Südafrika zu absolvieren

Zwei Wochen Schnupperpraktikum

Ich war gerade unterwegs in Namibia, inmitten einer Gruppe von Backpackern aus aller Welt. Nach den ersten 6 Wochen an einer Sprachschule in Kapstadt gönnte ich mir die Auszeit, um etwas von diesem schönen Kontinent kennen zu lernen. Eine der Mitreisenden brauchte mich bei einem abendlichen Gespräch auf eine neue Idee, wie ich mein Englisch verbessern könnte. Ein Sprachkurs kostete doch eine Menge Geld, hingegen wäre doch ein Praktikum kostenlos. Im besten Fall verdiene man vielleicht sogar etwas Geld. Sie erzählte mir jedenfalls, daß sie auf diese Weise ihre Sprachkenntnisse stark verbessert habe. Für mich klang dies erst mal einleuchtend, doch wie sollte ich denn an eine Praktikumsstelle kommen?

Soweit ich wußte, bekommt man als Ausländer kaum eine Chance, an solch eine Stelle zu gelangen zu gelangen. Außer man bezahlt für die Vermittlung. In ihrer Firma am Rande von Kapstadt gäbe es vielleicht die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren, meinte sie. Anschließend gab sie mit die Handynummer von ihren Chef. Ich solle ihren Namen mit erwähnen, wenn ich anrufe.

Mit dem Praktikum hat es geklappt

Gesagt getan. Unmittelbar nach meiner Rückkehr in Kapstadt rief ich dort an. Der Chef zeigte sich ziemlich aufgeschlossen. Er meinte, daß er morgen zurück rufen wird und mir Bescheid gäbe. Am nächsten Morgen kam der Anruf – ein Praktikum sei möglich. So begann meine Zeit als Praktikant in einer südafrikanischen Baufirma. Dummerweise war der Sitz der Firma außerhalb von Sea Point im Industriegebiet von Blackheath, etwa 40 km entfernt von meinen bisherigen Wohnort. Ein Auto hatte ich nicht, Busverbindungen gab es auch nicht. Zu meinem Glück führte jedoch eine der wenigen Bahnlinien hier vorbei. Obwohl mir viele davon abrieten, wollte ich die Bahn nutzen, um zu meinen Praktikumsplatz zu gelangen. Das Ticket selbst war spottbillig und bis auf einmal hatte ich immer einen pünktlichen Zug erlebt.

Ein Praktikum in einer südafrikanischen Firma

Die Baufirma war relativ klein, etwa 20 Leute im Büro und eine unbekannte Anzahl von Arbeitern draußen. Es gab etwa 5 Bauingenieuren, die in verschiedenen Bereichen arbeiteten. Ich wurde einen Mitarbeiter zugeordnet und sollte ihm erst mal nur zuschauen. Da ich kein Geld bekommen würde, gab es keinen Druck, sofort effizient zu arbeiten. Ich konnte einfach nur beobachten und mich mit den Angestellten unterhalten. Da meine Englischkenntnisse noch nicht perfekt waren, gab es auch immer mal Verständnisschwierigkeiten. Wenn mein Betreuer auf Baustellen mußte, begleitete ich ihn. So lernte ich auch einige Ecken Kapstadts kennen, die nur wenige Touristen bisher sahen. Schnell stellte ich jedoch fest, daß es Unterschiede zur Heimat in Deutschland gibt.

Alles war etwas chaotischer und ineffizienter. Terminzusagen wurden fast immer gebrochen, was aber Usus in Afrika ist. Gewöhnt man sich erstmal an die typischen afrikanischen Eigenheiten, kann man es jedoch gut aushalten. Mit den Mitarbeitern kam ich gut klar, meine Sprachkenntnisse verbesserten sich auch. Dummerweise klappte es nicht mit einem längeren Praktikum. Ich hatte mir schon ausgemalt, eine Wohnung im nahegelegenen Badeort Strand zu mieten und dann etwas länger den South African way of working life zu erleben.

Und hier noch ein Link zu einem Artikel, in dem knapp 30 deutsche Studenten über ihre Erlebnisse als Praktikant, Student oder Freiwilliger in einem Sozialdienst in ihrem Blog berichten.

30 x FSJ Erfahrung in Südafrika

 

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