Auswandern nach Südafrika – ein Traum Vieler

Südafrika

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Sonne, Strand, phantastische Landschaften und Städte. Viele Deutsche träumen nach einem Urlaubsbesuch davon, in dem bereisten Land für immer zu leben und wollen dorthin auswandern. Die USA, Kanada, Australien und in Europa Spanien sind beliebte Ziele für Auswanderer. Südafrika gehört nicht in die Riege der beliebtesten Auswandererziele der Deutschen, trotzdem wagen jedes Jahr einige Hundert den Schritt.

Die Winterflüchtlinge als einfache Lösung

In und um Kapstadt leben einige Tausend Deutsche, die Südafrika als Überwinterungsort nutzen. Von November bis April liegen die Temperaturen auf sommerlichem Niveau. Für diese Variante kann man problemlos als Tourist einreisen und lässt sich nach 3 Monaten einmal den Aufenthaltserlaubnis verlängern. Als Deutscher hat man hier nicht den Streß, den man bei der Organisation eines dauerhaften Visums hat. Winterflüchtlinge sind in den meisten Fällen Rentner, die sich im beliebtesten deutschen Ansiedlungsort Somerset West niederlassen. Die meisten haben dort sogar ein Haus gekauft.

Während des deutschen Sommers leben sie dann wieder an ihren ursprünglichen Ort in Deutschland. Der große Vorteil dieser Option ist der, dass man sich auf die ganze bürokratische Prozedur nicht einlassen muß: Arbeitsgenehmigung, Behördengänge, Gesundheitsvorsorge vor Ort – betrifft einen nicht. Wie es in Deutschland eine Parallelwelt von Zuwandern gibt, so besteht diese auch vor Ort, zu großen Teilen jedoch halbjährlich.

Der große Schritt – Auswandern und vor Ort arbeiten

Wenn man jedoch in jungen Jahren nach Südafrika auswandern will und sich vor Ort sein Geld verdienen muß, sieht die Sache schon ganz anders aus. Wer genug verdienen will, um ein identisches Leben wie seinerzeit als Tourist führen zu können, wird im Normalfall ein böses Erwachen erleben. Es ist bekannt, dass Südafrika ein massives Arbeitsproblem hat, die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch. Wegen des hohen Wettbewerbes sind die Gehälter dementsprechend niedrig. Für Deutsche kommen diese Jobs schon deshalb nicht in Frage, da man definitiv kein Arbeitsvisum bekommt. Hat man eine gute Ausbildung, die in Südafrika begehrt ist, kann man eine Quotenarbeitsgenehmigung erhalten.

Südafrika Reiseangebot
Kapstadt

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Relativ einfach: Ein Job in einem deutschen Call Center annehmen

In Kapstadt haben sich diverse Call Center angesiedelt, die für den deutschsprachigen Markt arbeiten. Eine Anstellung in einer dieser Firmen ist die einfachste und für den Großteil der potentiellen Auswanderer einzige legale Option, in Südafrika zu arbeiten. Der Arbeitgeber benötigt deutschsprachige Angestellte, die er vor Ort nicht findet. Aufgrund dessen kann er bei der Einwanderungsbehörde Visa- Kontingente erhalten, die Deutsche nutzen können. In der Praxis bedeutet dies, dass ein Arbeitsvisum nur solange gültig, wie man eine Anstellung bei dieser Firma hat. Kündigt man, muß man relativ schnell das Land verlassen, wenn kann keine Alternative findet.

Die Bezahlung in diesen Firmen ist im Vergleich zu lokalen Angestellten hoch, aber definitiv nicht ausreichend, um ein angenehmes Leben in einen netten Stadtteil zu führen. Die Kosten für Wohnung, Auto und Lebensmittel sind in Städten wie Kapstadt nicht zu unterschätzen. Das Arbeitsumfeld vor Ort ist auch herausfordernder als in Deutschland. Viele können oder wollen diesen Job nur eine bestimmte Zeit machen. Wer sich intensiver mit dem Thema Call Center Jobs im Internet beschäftigt, wird viele negative Beiträge finden. Als Erfahrung für junge Leute, die etwa nach einem Sprachschulbesuch unbedingt ein oder zwei Jahre in Kapstadt leben wollen, ist dies jedoch eine echte Variante, praktisch die einzige Möglichkeit, um vor Ort zu arbeiten.

Schwierig: Aufgrund seiner Kenntnisse irgendwo arbeiten

Wie schon erwähnt, gewährt Südafrika Personen mit nachgefragten beruflichen Fähigkeiten die Erlaubnis, im Land zu arbeiten. Das so genannte Quota Work Permit erlaubt den Besitzer dieses Visums dann, jedwede Stelle in diesem Arbeitsbereich anzunehmen. Die eigentliche Herausforderung besteht dann jedoch darin, in dem speziellen südafrikanischen Arbeitsumfeld zu bestehen. Inkompetenz, Bürokratie, Korruption, Unpünktlichkeit sind dann einige der Bestandteile, die einen mehr oder weniger oft entgegen treten. Ein weiterer Aspekt ist die allgemeine Lebenssituation, die auch viel Neues im Vergleich zu Deutschland bereithält. Aufgrund der Kriminalität spielt sich ein Großteil des Lebens hinter Mauern ab. Gitter vor den Fenstern und der Tür und Elektrozäune auf den Grundstücksmauern prägen das Bild. Kinder können sich nicht alleine auf der Straße bewegen. Man ist schon massiv eingeschränkt, solange man nicht in einigen wenigen sicheren Stadtteilen bzw. Orten wohnt. Wer sich davon jedoch nicht abschrecken lässt, den kann Südafrika trotz vorheriger Punkte ein nettes Leben bereiten. Auswandern ist eine Überlegung wert.

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