Als Rentner ausgewandert, Haus gebaut, viel gelitten und jetzt wird vermietet

Könnt Ihr Euch kurz vorstellen.

Wir heißen Winfried und Cornelia, kommen aus Bayern und waren uns schon früh einig, das wir nach Beendigung unseres Berufslebens in ein Land gehen, wo die Sonne scheint und es keinen Schnee gibt. Unseren Jahresurlaub haben wir, nachdem unser Sohn uns nicht mehr begleitet hat, meist im Januar verbracht stets auf der Suche nach einem passenden Domizil.

Wir waren in Mexiko, Grenada, Dominikanischen Republik, Dubai, Mauritius, Curacao, Namibia… um nur einige zu nennen. Meistens haben wir uns auf unsere Heimreise gefreut. 2006 waren wir das erste Mal in Südafrika, typische Touristenroute, Krügerpark, Garden Route, Kapstadt. Das Land und Leute haben uns so fasziniert und wir wären gerne noch länger geblieben. Für uns war sofort klar, dass wir wiederkommen.

Winfried

Ihr seid seit etwa 6 Jahren in Südafrika – War die Auswanderung die richtige Entscheidung?

Es war für uns die absolut richtige Entscheidung, wir haben hier Alles: Berge, Meer, Weingüter, neue Freunde, nette hilfsbereite Menschen, keine deutsche Hektik, super Wetter, (für den Winter Heizung und Doppelfenster) und alle Religionen leben friedlich miteinander.

Wir fühlen uns in Kapstadt sehr wohl und es ist zu unserer 2ten Heimat geworden.

Wie habt Ihr Euch auf den großen Sprung vorbereitet?

Als für uns fest stand das Kapstadt unser neues Zuhause werden soll mussten natürlich wichtige Dinge geklärt werden: Bedingungen für Aufenthaltsgenehmigung, Krankenversicherung, Hauspreise, Container (Wie wollen wir leben, was müssen wir mitbringen?). Wir haben den Baumarkt, die Möbelhäuser und Geschäfte systematisch durchforstet, was es gibt und was nicht. Ca 3-4 Jahre haben wir recherchiert.

Wo wir wohnen wollten wussten wir bereits nach unserem ersten Urlaub.

Unsere Erfahrungen in Kapstadt, 3 Tage in Table View – zu windig und zu sandig, 7 Tage in Camps Bay mit unseren Ansprüchen nicht bezahlbar, 7 Tage in der Innenstadt zu eng und zu unruhig

7 Tage Constantia perfekt, sehr grün, großzügig, sehr sicher, gute Restaurants, tolle Weingüter (Groot Constantia das älteste), sehr gute Golfplätze, gute Wandermöglichkeiten in den Bergen, sehr ruhig und trotzdem schnell in der Stadt, bezahlbar???

Aber die wichtigste Frage war, wie ist der Winter in Kapstadt?

Wir haben uns dann in Deutschland eine dreimonatige Auszeit genommen und waren im Juli, August und September in Constantia. Ehrlich, wir haben gefroren wie die Schneider. Unsere Gästehäuser hatten keine Heizung, undichte Fenster und Türen, die Temperaturen gehen teilweise bis auf 6 Grad nachts runter. Die letzten 4 Wochen haben wir uns ein Apartment gemietet und waren halbwegs zufrieden.

Ihr habt nicht einfach ein Haus gekauft, sondern selbst gebaut. Erzählt mal etwas. Wer Südafrika etwas kennt, wird jetzt gespannt auf Abenteuergeschichten warten.

Unser Pool

Eigentlich wollten wir ein Haus kaufen und nach unseren Wünschen umbauen. Sonntags ist on show, also sind wir jeden Sonntag auf Suche. Makler gibt es wie Sand am Meer und jeder will verkaufen. Unser Budget haben wir jede Woche um einiges erhöht in der Hoffnung etwas Passendes zu finden. Wir haben bestimmt 60 – 70 Häuser besichtigt, aber es gibt wenig Haus für viel Geld und der Umbau hätte noch einmal eine größere Summe verschlungen. Unser Makler war am Verzweifeln mit uns!

Mit unseren letzten Vermieter Paul und René haben wir uns angefreundet und sie haben uns auch gute Tipps gegeben auf was wir achten sollten. Paul war Makler. Nachdem wir wieder einen erfolglosen Sonntag hatten und abends bei einer Flasche Rotwein zusammen saßen fragte Paul uns ob es nicht besser wäre neu zu bauen. Alle unsere Bekannten haben uns davon abgeraten.

Paul und René machten uns Mut und wollten uns mit Ihrem Wissen und Beziehungen behilflich sein.

Ein Grundstück in Constantia? Erst mal finden und dann noch bezahlbar. Aber wir hatten Glück, am Ende hatten wir 3 Grundstücke zur Auswahl!!! und der Preis na ja. Aber die Entscheidung war dann schnell getroffen.

Unseren Architekten hat wir uns ein Bekannter empfohlen und wir waren höchst zufrieden. Wir wussten was wir wollen, haben ihm eine grobe Zeichnung gemacht und Fragen wurden per E-Mail geklärt. Als wir im November wieder nach Kapstadt kamen konnten wir unseren Plan bei der Gemeinde einreichen.

Wir haben uns einen deutschen Betonbauer in Kapstadt gesucht der uns eine Bodenplatte nach deutschem Standard hinsetzt. Architekt und Betonbauer können wir zu 100 Prozent weiterempfehlen. Alle anderen Handwerker die am Bau tätig waren würden in Deutschland die Probezeit nicht überstehen.

Da unsere Familie in Deutschland an unserem Projekt teilhaben sollte haben wir regelmäßig einen Baubericht geschrieben, hier mal ein Auszug:

„Ja !!!, wir leben noch, allerdings sind wir um Jahre gealtert und haben unser Gewicht um einiges reduziert. Nachdem wir in der Vergangenheit meistens Alles zu unserer Zufriedenheit erlebt

hatten und wir dachten mit unseren Poolbauern alles Schlechte hinter uns gebracht zu haben hat sich das Blatt etwas gewendet….. Auch haben wir nun ein Dach und damit beginnt unsere Odysee. Es sollte in 7 Tagen fertig sein, Beginn war der 1. Mai, laut der Firma ist es auch perfekt und fertig nach 7 Tagen. Nach unserer Bemängelung und einer Begutachtung durch den Buildinginspector

und einer Dachkonstruktionsfirma wurden einige Mängel behoben da wir sonst keine Abnahme durch den Buildingsinspector auf die Construction erhalten hätten, es sieht nun etwas besser aus !!, aber …. Unsere Dachdecker firma war inzwischen schon 15 mal bei uns, es regnet an 8 Stellen herein. Wir haben Sie nun unseres Grundstückes verwiesen da sie vom Dachdecken keine Ahnung

Südafrika Reiseangebot

hatten. Schuld sind die Dachziegel……. Da uns die Zeit fortlief, wollten wir eine Firm die den Innenputz mit einem Putzmeister arbeitet erledigen lassen, ja auch das gibt es in Kapstadt, aber leider war die Firma zu keinem Festpreis bereit. Angebot nur von 0,5-1 cm Putzstärke und alles darüber extra, das ist in Deutschland ok aber in Afrika nicht bezahlbar da die Normen total abweichen, wir haben Innenputz manchmal von 4 cm, nur gut das wir unsere Zimmer etwas größer geplant hatten…. Das nächste Problem war unsere Abwasserleitung, da das Grundstück neu erschlossen wurde musste es an das Kanalsystem angeschlossen werden. Die Gemeinde war schon vor 4 Monaten da, hat es aber immer noch nicht geschafft einen Zugang zu unserem Grundstück zu legen. Wir hatten unsere Abwasserleitungen schon fast fertig dürfen aber erst weitermachen wenn die Gemeinde erschlossen hat, es ist zum Haare raufen, wer soll das verstehen. Dann kam die große Überraschung, eine Differenz von 15 cm, die wir tiefer waren. Also mußten die Gemeindearbeiter wieder aufschaufeln, eigentlich sollte alles 1,5 Tage dauern, daraus

wurden bei der Gemeinde dann 4 Tage….“

Mit Paul hatten wir vereinbart das wir im November das Apartment wieder anmieten bis wir in unser Haus ziehen können. Wir hatten nur 4 Minuten zu unserem Grundstück. Leider sind Paul und mit Familie im Januar für 6 Monate nach Deutschland gegangen und mit der Hilfe war nichts. Außerdem mussten wir Ende Juli ausziehen da das Haus verkauft war. Soviel zur Zuverlässigkeit der Südafrikaner. Aber wir haben es trotzdem super hinbekommen. Auf Grund unserer vorher verbrachten Urlaube in Ct fanden wir schnell eine Übergangswohnung.

Innenbereich

Nun beschreibt mal Eure Apartments. Was bietet Ihr den Gästen so an?

Da wir in Deutschland Familie und Freunde zurückgelassen hatten und uns natürlich jeder mal besuchen möchte haben wir unser Haus so gebaut das 2 eigenständige Apartments angrenzen. Eigentlich wollten wir nur mit einem Gästezimmer bauen aber wir mussten ja auch an einen eventuellen Wiederverkauf denken und kein Mensch Kauf in Constantia eine kleine Butze.

Natürlich bekommen wir jedes Jahr regelmäßig Besuch aber 3/4 des Jahres waren sie ungenutzt.

Also warum vermieten wir nicht an Selbstversorger -Feriengäste? Beide Apartments sind modern eingerichtet und haben einen leichten deutschen Einfluss. Sie verfügen über einen separaten Eingang, einer offenen kleinen Küche, XXL Dusche, und am wichtigsten, dichte einbruchsichere Doppelfenster mit Außenjalousie (bei und gibt es keine Gitter vor Fenster und Türen) mit Blick in den Garten und Pool. Natürlich verfügen auch die Apartments über Fußbodenheizung. Winfried hat einen grünen Daumen und uns einen wunderschönen Garten angelegt.

Eigenlob, nein –  Lies mal die Bewertungen von unseren Gästen.

Schlafzimmer

Ihr wohnt jetzt in Constantia. Beschreibt mal den Stadtteil. Was gibt es so in Eurer Nähe.

Wir wohnen ca. 300 Meter vom Constantia Village entfernt, super Einkaufsmöglichkeiten, jede Menge Restaurants, Constantiaberg Mediclinic in unmittelbarer Nähe.

Was ist Euer Lieblingsort in Kapstadt?

Da möchten wir uns nicht festlegen. Sehr gerne gehen wir in den botanischen Garten, da jede Jahreszeit seinen eigenen Charme hat. Einmal in der Woche treffen wir uns mit Freunden und erkunden Kapstadt und Umgebung inclusive neuer Restaurants. Man braucht Jahre um alles gesehen zu haben. Kapstadt hat so viele Möglichkeiten, Alles ist sehenswert, letzte Woche waren wir im Christian Barnard Museum. Natürlich ist Constantia unser Highlight.

Welche Tipps gebt Ihr Euren Gästen?

Die meisten Gäste sind gut vorbereitet, von uns erhalten Sie Tipps die du nicht im Reiseführer findest, weitab vom Massentourismus und das authentische Leben wieder spiegeln. Jeder Gast ist anders und hat eigene Wünsche. Was wir aber jeden Gast empfehlen ist die blaue Hop on Hop off Tour. Selbst wir sind Wiederholungstäter. Was der Gast wissen will erfährt er, auf jede Frage eine Antwort und unsere Erfahrungen.

Kontaktdaten:

Winfried Menger

e-mail: winfried@fewokapstadt.de

Homepage: www.fewokapstadt.de

(z.Z. gibt es Probleme mit der Homepage. Auf Details gehen und dann Webseite trotzdem laden)

Auch über Facebook kontaktierbar

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