5 Gruende, warum eine Bootstour durch die Wüste ein unvergessliches Erlebnis ist

Wuestenlandschaft am Orange River

Wuestenlandschaft am Orange River

Die Kombination Bootstour und Wüste paßt ja wohl kaum zusammen, wird man beim Überfliegen der Überschrift denken. Das Wort Wüstenschiff fällt einem ein, ansonsten wird es bereits knapp mit Ideen. Die klassische Wüste ist ja für die meisten Leser die Sahara, Sonne und Sand pur. Als ich daher dieses Angebot einer Schlauchboottour in Kapstadt gesehen habe, mußte ich es ausprobieren. Eine Kanutour durch den Richtersfeld-Nationalpark auf dem Oranjefluß, dies sollte das ultimative Abenteuerlebnis werden. Der Nationalpark liegt im Äußersten Norden Südafrikas an der Grenze zu Südafrika, Reisebeginn ist jedoch in Kapstadt.

1) Extreme klimatische Verhältnisse

Im Sommer steigen die Temperaturen in dieser Region tagsüber auf bis zu 50 Grad. Nachts fallen die Temperaturen auf warme 25 Grad, für uns Europäer eine extreme körperliche Herausforderung. Niederschläge sind hier kaum zu verzeichnen, was ja ein Merkmal einer Wüste ist. Die Luft ist klar und flimmert den ganzen Tag in der Wüstenhitze. Des Nachts präsentiert sich den Anwesenden ein Sternenhimmel, der unbeschreiblich ist. Alleine dieser Anblick ist die Anreise wert.

Orange River

Orange River

2) Fantastische Gebirgslandschaften

Wie beschreibt man am besten diese Landschaft? Eine Stein- bzw. Geröllwüste, die die Kulisse in jeden Endzeitthriller sein könnte. Man sieht mal einen einzelnen kleinen Busch, der trotz Hitze und Regenmangel hier überleben konnte, auch mal einige Köcherbäume. Ansonsten eine weite Ebene, wo man kaum Lebewesen vermuten würde. Und dann erblickt man plötzlich ein grünes Band inmitten der kargen Landschaft. Durch die Wüstenlandschaft schlängelt sich der Orange River (bzw. Oranjefluß). Rechts und links findet sich ein grünes Band, das mal 200 m weit reicht, manchmal aber nur einige Meter breit ist. An vielen Stellen hat sich der Fluß eine Art Canon in das Geröll gegraben, rechts und links des Flusses geht es über 100 Meter hinauf. Von dem Kamm dieser Berge hat man dann einen genialen Überblick über diese bizarre Landschaft – weit und breit Geröllwüste und dazwischen ein Fluß, der hier etwas Leben ermöglicht. Für Landschafts- und Naturliebhaber ein Paradies.

Gebirgslandschaft am Orange River

Gebirgslandschaft am Orange River

3) Sportliche Betätigung

Landschaft anschauen ist ja ein Aspekt, doch hierher kommt man ja wegen der Bootstour. Und diese Tour ist schon genial. Immer 2 Personen teilen sich ein Schlauchboot. Lebensmittel, persönliche Sachen, Kochausrüstung und Schlafutensilien werden im Boot mitgeführt. Wählt man die fünftägige Tour, fällt schon etwas Gepäck an. Das Schlauchboot wird dann ziemlich vollgepackt. Steuern und Paddeln des Schlauchbootes ist selbst für absolute Anfänger kein Problem. Und dann kann es schon losgehen. Immer so 3 Stunden flußabwärts, bevor eine Pause eingelegt wird. Je nach Wasserstand des Orange River ist die Tour gemütlich langsam oder schon etwas anspruchsvoller. Einige Stromschnellen sind zu passieren. Je nach den Bedingungen und der Kondition der Paddler können Tagesetappen von etwa 30 Kilometer absolviert werden. Dumm ist es nur, wenn ein starker Gegenwind durch den Canon fegt. Dann muß man noch mehr paddeln, um voranzukommen. Am Abend spürt man dann schon die geleistete Arbeit in den Knochen.

Südafrika Reiseangebot
Eine neue Bootsetappe beginnt

Eine neue Bootsetappe beginnt

4) Abenteuerromantik

Ein Traum meiner Kindheitstage: Campen in exotischer Umgebung, ein großes Lagerfeuer, Musik. Hier bekommt man all dies, gemixt mit Internationalität. Man sitzt am Abend am Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel und unterhält sich mit den Mitpaddlern, die oft aus Südafrika, Namibia, Australien und den USA sind. Völkerverständigung im Urlaub. Die Guides bereiten ein leckeres Abendessen auf dem Feuer vor, dazu trinkt man einige südafrikanische Bier. Anschließend wird eine Gitarre hervorgezaubert und die Gruppe schmettert die besten englischen Songs der letzten Jahrzehnte. Geschlafen wird unter dem Sternenhimmel, Zelte gibt es nicht.

Essen vorbereiten

Essen vorbereiten

5) Baden

In den meisten afrikanischen Flüssen sollte man nicht baden, da es meistens gefährliche Würmer oder anders kleines Viehzeug gibt. Manchmal schwimmen ja auch Krokodile im Wasser rum. Doch nicht im Orange River. Hier ist Baden ungefährlich. Es gibt nicht Schöneres, als sich bei der Hitze aus dem Schlauchboot ins kühle Naß des Flusses hinab zu gleiten und einige Meter zu schwimmen. Spaß bereitet einem auch die verschiedenen Stromschnellen, wo man nur mit Schwimmweste sich hinab treiben lassen kann.

Baden im Oranje

Baden im Oranje

Hier ist der Link zu meiner Tour, die ich vor einigen Jahren absolviert habe.

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